Hotel Marketing

Alleinstellungsmerkmal im Hotel-Marketing

Die einen nennen es Unique Selling Proposition, die anderen Alleinstellungsmerkmal, die meisten nur kurz USP. Alle meinen damit das Gleiche: Besser sein als die Konkurrenz.

AlleinstellungsmerkmalDer Begriff Unique Selling Proposition, kurz USP, wurde vor knapp 80 Jahren in England geprägt. Heute wird er ergänzend auch Unique Selling Point genannt. Übersetzt bedeutet er, dass mit einem einzigartigem Verkaufsversprechen geworben wird. Das Angebot, das ein Verkäufer einem Kunden macht, hebt sich in einem ganz bestimmten Punkt deutlich von den Mitwettbewerbern ab. Es ragt durch dieses Merkmal klar aus der Masse aller anderen gleichartigen Produkte heraus. Der Anbieter hat etwas entwickelt, für das nur er alleine steht, also ein Alleinstellungsmerkmal. Auch dieser Begriff wird im Marketing gern verwendet.

Der USP muss halten, was er verspricht

Aber wie es bei Versprechen eben so ist: Es muss glaubwürdig sein und halten, was es verspricht. Genau das ist die zentrale Herausforderung, wenn im Hotel-Marketing ein USP festgelegt wird. Gelingt dies nicht, ist das Vertrauen der Kunden schnell verspielt und der Erfolg, wenn überhaupt, nur von kurzer Dauer.

Eine Unique Selling Proposition ist dann gut, wenn der Kunde versteht, welchen Vorteil ihm dieses Verkaufsversprechen bringt. Zudem muss ihm gefallen, was er bekommt. Und zwar so sehr, dass er überzeugt ist, ausgerechnet dieses Angebot nutzen zu wollen und ganz gewiss kein anderes.

Geeignete Alleinstellungsmerkmale für Hotels

Ein USP oder Alleinstellungsmerkmal kann bei einem Hotel vielerlei sein. Allerdings befindet sich die Hotelbranche in einem permanenten Wettstreit. Da kommt es darauf an, das Marketing so zu stricken, dass es nicht problemlos kopiert werden kann. Die Einzigartigkeit sollte sich nicht nur auf schön eingerichtete Zimmer und Bäder, gutes Frühstück und den Wellness-Bereich beziehen. Das bieten inzwischen die meisten Hotels und das erwartet der Kunde sowieso. Es geht vielmehr um außergewöhnliche Vermarktungsideen, durch die der Kunde auf das Hotel aufmerksam wird. Eigene Weblogs sind dabei eine gute Wahl. Bisher noch von wenigen Hoteliers entdeckt, haben sie das Potential, das gesamte Spektrum des Hotels und der Umgebung sowie die Vorteile darzustellen. Sie bieten die Möglichkeit, den Kunden ins Vertrauen zu ziehen. Geschickt eingesetzt, können sie das Unternehmensimage schärfen, weiterentwickeln oder sogar komplett neu gestalten.

Wer einzigartig sein will, muss handeln

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Auch beim USP ist das so. Wer zu lange überlegt und sich erst einmal Wochen und Monate mit den Alleinstellungsmerkmalen seines Hauses beschäftigt, wird verblüfft feststellen, dass die Konkurrenz in der Zwischenzeit genau jene bereits eingeführt hat, die er selbst schlussendlich für gut hielt. Es ist wie bei einer Marktlücke: Man bleibt damit nicht lange alleine. Schnelligkeit ist deshalb auch bei der Entwicklung einer Unique Selling Proposition entscheidend. Ebenso wichtig ist es, innovativ und mutig zu sein. Denn letztendlich sind alle Hotelgäste immer auf der Suche nach dem Einzigartigen. Und das kann man nur bieten, wenn man Mut zu Neuem hat.

Content – die große Liebe aller Suchmaschinen

Google und Co. sind fleißige Helfer bei der Urlaubssuche. Wer Suchmaschinen gut mit Content füttert, hat deshalb bei den Kunden die Nase vorn.

Content is KingWenn Anja und ihr Mann Micha einen Urlaub planen, spannen sie schon seit längerem Suchmaschinen dafür ein. Ein paar Stichworte genügen, schon legt Google los. In Bruchteilen von Sekunden liefert die größte Suchmaschine der Welt eine lange Liste an Treffern. Die beiden durchforsten nun neugierig die verschiedenen Hotelangebote und lassen sich inspirieren. Wer viele ihrer Kriterien erfüllt, steht gleich oben auf der Liste. Zusätzlich punkten können bei Micha Anbieter, die Erfahrungsberichte ihrer Gäste zur Verfügung stellen. Schnell merkt er, ob es sich dabei nur um Werbung in eigener Sache oder authentische Berichte handelt. Dafür hat er im Laufe der Zeit ein Gespür entwickelt. Besonders wenn er die Gegend kennt, kann ihm so schnell keiner ein X für ein U vormachen.

Neue Kunden durch passenden Content

Sucht er ein neues Reiseziel, vergleicht er unterschiedliche Berichte. Dann wägt er zusammen mit Anja ab, welche der Pluspunkte ihnen besonders wichtig sind. Seine Frau legt besonderen Wert auf abwechslungsreiche Küche und hin und wieder ein bisschen Halligalli. Sie möchte nicht gern an einem Ort Urlaub machen, wo der Hund begraben ist, wie sie es nennt. Auch dafür sind Erfahrungsberichte für sie von unschätzbarem Wert. Schon so manches Desaster, in das ihre Freunde schlitterten, blieb ihnen erspart. Sie profitieren von einer ganz besonderen Vorliebe von Google: der großen Begeisterung der Suchmaschine für Text, ihrer Liebe für Content.

Suchmaschinen brauchen Unterstützung

Damit Google Anja und Micha bei der Suche helfen kann, ist die Suchmaschine selbst auf Unterstützung angewiesen. Sie ist nur so gut wie der Text, der ihr zur Verfügung steht. Das haben mittlerweile viele Unternehmen erkannt. Jedoch gehen noch die meisten ihrer Aktivitäten in die falsche Richtung. Die Webseiten werden zwar immer umfangreicher, die technischen Details und Buchungsmasken immer raffinierter, jedoch bleibt eines unberücksichtigt: der Hunger der Suchmaschinen auf Text. Gelegentliche Updates der Webseiten und das Hochladen von Angebotspaketen erzielen bei Google nur ein schwaches Ranking-Lächeln.

Weblogs mit leicht verständlichem Content

Anders ist es bei Weblogs. Macht sich ein Hotel die Mühe und bietet auf seiner Webseite ein gut gepflegtes Weblog mit Erfahrungsberichten, Tipps und guten Texten, stürzt sich Google begeistert darauf. Blitzschnell wertet die Suchmaschine anhand von Schlüsselwörtern und Wortkombinationen aus, welche Themen angeboten werden. Je häufiger bestimmte Keywords vorkommen, umso relevanter werden sie eingestuft. Die Webseite klettert im Ranking immer weiter nach oben.

Fachjargon und komplizierte Satzstrukturen mögen einige wenige Experten begeistern – für die überwiegende Mehrzahl der Leser sind sie ein Graus. Für Suchmaschinen auch. Gut gegliedert, angenehm und leicht zu lesen, mit gebräuchlicher Wortwahl und klaren Informationen, so sollten Texte gestaltet sein. Dann überzeugen sie beide gleichermaßen: den Kunden und die Suchmaschine.

Ein Blog ist kein Gelegenheitsjob

Mit einem Blog kann ein Hotel viel erreichen. Doch Vorsicht: Pflege und Qualität sind nichts für Gelegenheitsarbeiter.

Ein eigener Blog auf der Webseite macht aus einem statischen Auftritt ein lebendiges Erlebnis. Der Besucher kann eintauchen in spannende Themen rund um das Hotel. Er begleitet den Schreiber bei virtuellen Ausflügen und lernt Mitarbeiter und Gäste des Hotels kennen und schätzen. Vorausgesetzt, der Blog ist interessant und unterhaltsam geschrieben. Am besten gelingt das Insidern, am allerbesten Gästen, die das Hotel aus ihrem Blickwinkel beschreiben und dem Leser nahe bringen.

Der Blogger-Hut passt nicht jedem

Verständlich also, dass es nicht sinnvoll ist, einfach einem Hotelangestellten den Blogger-Hut aufzusetzen und ihn zum Texte schreiben zu verdonnern. Denn abgesehen von den persönlichen Schreibkünsten, muss er auch viel Zeit für die Artikel aufbringen – zusätzlich zu seiner eigentlichen Arbeit. Viele starten am Anfang zwar mit Feuereifer, aber schon bald ist die erste Begeisterung verpufft. Denn Themensuche und Artikelgestaltung sind aufwendig. Und wer bereits nach kurzer Zeit denkt, ein Artikel pro Monat reiche völlig aus, der steuert auf einen ausgewachsenen Imageverlust zu. Denn mangelndes Engagement beim eigenen Hotel-Blog sendet eine klare Botschaft – nur leider die falsche.

Ein guter Blog braucht Zeit

Die weitaus bessere Option ist es, einen externen Blogger zu beschäftigen. Man vereinbart einen angemessenen zeitlichen Rahmen und die Anzahl an Artikeln pro Monat, mit denen der Blog gefüttert werden soll. Angemessen bedeutet hierbei jedoch nicht zwei oder drei Monate. Ein guter Blog braucht Zeit, um zu wachsen. Wer bereits nach kürzester Frist Erfolge sehen will und glaubt, schon mit einer geringen Anzahl von Artikeln ganz vorne im Ranking zu landen, kann sich die Mühe sparen. Vielmehr ist eine Spanne von 9 bis 12 Monaten mit 8 bis 10 Artikeln pro Monat eine gute Richtschnur.

Ideen für Blog-Beiträge gibt es reichlich

Themen für einen Hotel-Blog gibt es genügend. Es besteht absolut keine Gefahr, sich leer zu schreiben, wie viele Hoteliers befürchten. Ideen und Inhalte für neue Blogbeiträge können aus fast allen Situationen entstehen. Über den Mitarbeiter des Monats und kulinarischen Besonderheiten, liebevollen Zimmerdetails bis hin zu Schwalbennestern vor dem Hotel und Störchen auf dem Dach – spannende oder humorvolle Themen gibt es überall. Wichtige Eckpfeiler eines guten Hotel-Blogs sind außerdem nützliche Informationen zu weniger bekannten Ausflugszielen, unterhaltsame Beschreibungen bunter Abende, historisches Wissen zum Urlaubsort oder besonderes Augenmerk auf die Tier- und Pflanzenwelt. Erwünscht ist alles, was dem Leser Mehrwert bietet. Denn nicht vergessen: Auch beim Blog ist der Kunde König.

Hotel-Marketing per Blog

Neun von zehn Urlaubern buchen ihr Hotel online. Sie wählen sorgfältig und nutzen die Erfahrung anderer. Ein Blog ist dabei eine wichtige Entscheidungshilfe.

Hotel Marketing90 Prozent der Hotelgäste buchen heutzutage über das Internet. Doch nicht nur das. Die meisten von ihnen suchen dort zudem auch ganz gezielt nach Informationen zu ihrer Urlaubsdestination. Die schönsten Wochen des Jahres wollen schließlich gut gewählt sein.

Entscheidend bei der Recherche ist nicht mehr nur die schön gestaltete Webseite eines Hotels. Diese ist mittlerweile sowieso Pflicht für alle, die ihren Gästen einen ansprechenden ersten Eindruck vermitteln möchten. Sie ist sozusagen die Visitenkarte, die dem Kunden im Internet überreicht wird. Aber wie es bei einer Visitenkarte eben ist: Sie beschreibt den Besitzer nur in kurzen Zeilen. Wer sich besser darstellen will, muss mehr tun.

Mit lebendigen Artikeln die Hotelwahl erleichtern

Um dem Gast einen echten Blick in die Seele seines Urlaubsziels zu verschaffen, ist mehr erforderlich als nur eine statische Webseite. Ein Hotel-Blog bietet dafür eine hervorragende Möglichkeit. Gut geschriebene Artikel über das Hotel, seine Umgebung sowie Tipps zu Ausflugsmöglichkeiten und Aktivitäten machen den Urlaubsort lebendig. Wer selbst schon oft gereist ist, weiß, dass zu einem schönen Urlaub mehr gehört als nur eine ansprechende Unterkunft. Der Radler interessiert sich für erlebnisreiche Radwege, der Wanderer für abwechslungsreiche Routen. Für den abendlichen Ausklang des Tages wünschen sich die meisten eine Auswahl an netten Restaurants, am besten kombiniert mit guter Unterhaltung.

Gute Blogger nehmen den Gast mit auf eine Reise

Ein guter Blog-Schreiber geht auf diese Wünsche ein. Lebendig und unterhaltsam erzählt er in ganz eigenem Stil von seinen Erfahrungen und Erlebnissen. Die Texte sind authentisch und in freundlichem und kommunikativen Stil geschrieben. Dezent filtern sie die Vorteile heraus, warum der Leser gerade in diesem Hotel und in dieser Gegend Urlaub machen sollte. Dabei ist direkte Werbung tabu. Der Gast wird mitgenommen auf eine gedankliche Reise durch seinen zukünftigen Urlaubsort. Ob ihm dieser gefällt und ob er bucht, entscheidet er frei und unbedrängt.

Regelmäßige Beiträge machen den Blog zum Erfolg

Wichtig ist es, einen Blog erst dann zu starten, wenn man mindestens zehn Artikel zusammen hat. Denn der erste Eindruck zählt. Wer als Gast einen leeren Blog vorfindet, kommt höchstwahrscheinlich nicht so schnell wieder. Zudem müssen die Inhalte einzigartig sein. Texte, die der Gast bereits etliche Mal vorher schon auf anderen Seiten gelesen hat oder Informationen zu reinen Werbezwecken bringen gar nichts. Der Content im Blog muss genau so unique sein, wie der Schreiber sein Handwerk beherrscht.

Artikel schreiben kann nicht jeder

Aus Kostengründen einen Mitarbeiter zum gelegentlichen Schreiben zu verpflichten, ist genauso wenig erfolgversprechend wie eine unregelmäßige Versorgung des Blogs mit neuen Artikeln. Denn hat man erst einmal den Leser für seinen Hotel-Blog begeistern, sucht er immer wieder nach neuen Artikeln. Fehlen diese oder werden zu selten neue eingestellt, wird er schnell das Interesse verlieren.

Verlässliche Blog-Software

Zu einem guten Blog gehört auch eine moderne Software. Die benutzerfreundlichste und am meisten verbreitete ist WordPress. Sie bietet viele gute Vorlagen für ein Blog, ist einfach zu handhaben und liefert außerdem regelmäßige Updates. So muss man sich um die Sicherheit keine Gedanken machen. Ein wichtiger Aspekt in Zeiten von Website-Hackern und Abmahn-Anwälten.